Depeche Mode auf allen Kanälen

Depeche Mode
“Depeche Mode und die DDR – Just can´t get enough”. Sendedatum: 10. März, 22.45 Uhr im MDR-Fernsehen. Logo Titel zur Sendung. Quelle: MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Die MDR-Dokumentation “Depeche Mode und die DDR – Just can´t get enough” blickt zurück auf das Sensationskonzert in der DDR vor 30 Jahren und die besondere Fankultur im Osten – am 10. März, 22.45 Uhr im MDR-Fernsehen. MDR JUMP begleitet die Doku im Vorfeld eine Woche mit Experten- und Fangesprächen sowie am 7. März mit einem Depeche Mode-Spezial und vielen musikalischen Klassikern. Ein Spezial im Netz komplettiert das trimediale Angebot.

Dieses Pop-Konzert schrieb DDR-Geschichte: Vor 30 Jahren – am 7. März 1988 – trat die britische Popgruppe Depeche Mode zum ersten und letzten Mal in der DDR auf. Fans gaben Unsummen aus, nur um in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle dabei zu sein. Deklariert als “Geburtstagskonzert der FDJ” kosteten die Eintrittskarten damals 15 Ostmark. Dass sich dahinter ein Konzert der angesagtesten Band dieser Zeit verbarg, sprach sich schnell rum. Die FDJ-Führung verbuchte die Veranstaltung damals als Erfolg ihrer politischen Arbeit.

Hinter dem Eisernen Vorhang wird Depeche Mode zum Symbol für Freiheit, zur Projektionsfläche der DDR-Jugend für ihre Sehnsüchte und zu einem Vorbild bei der Suche nach einer eigenen Identität. Die Begeisterung für Depeche Mode ist in Ostdeutschland einzigartig. Rund 70 Fanklubs etablieren sich in den späten 1980er Jahren zwischen Rostock und Zwickau.

Das Autorenteam Heike Sittner und Nils Werner geht auf Spurensuche, wie es zu dieser Faszination in der DDR gekommen ist und welche Parallelen es zwischen den jungen Musikern aus dem ostenglischen Basildon und der sozialistischen Jugend gibt. So wird das legendäre Konzert in Ost-Berlin mit den damaligen Veranstaltern, Musikexperten und Fans minutiös nachgezeichnet. Ebenso die Erfolgsgeschichte von Depeche Mode, ihre Anfänge in einem englischen Arbeiterort, ihre Schaffenszeit in West-Berlin, ihre Einstellung zum Ostblock und ihr besonderes Verhältnis zu den Fans in der DDR.

Ein Höhepunkt in dieser außergewöhnlichen 90-minütigen Dokumentation sind die bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen der “Great Fans” aus den Jahren 1988/89. Der Fanklub aus Zwickau sammelt damals alles, was über seine Idole zu bekommen war; sie stylen sich wie Gore, Fletcher, Gahan oder Wilder, experimentieren mit Frisuren und Klamotten und veranstalten eigene Depeche Mode Partys. Inmitten der DDR-Plattenwohnungen sprechen sie über ihre große Liebe zur Band, aber auch über ihr Leben in der DDR und ihre großen Träume. Gedreht hat das, aus einem Privatarchiv stammende Material, der ehemalige Jugendklub-Leiter in Zwickau: Detlef Bergmann.

Für die Dokumentation konnten die Mitglieder des Fanklubs und ihr “Vater” Detlef Bergmann noch einmal vor die Kamera geholt werden. Seltene Archivaufnahmen und Privatfotos aus den 1980er Jahren belegen die ungewöhnliche filmische Spurensuche.

MDR JUMP mit Eventtag

Bereits ab 4. März bringt MDR JUMP seine Hörer ins Depeche Mode-Fieber. Neben einem Interview mit Demo-Experte und Buchautor Sascha Lange (“Behind the Wall – Fankultur in der DDR”) verlost die MDR-Popwelle täglich bis Dienstag Karten für die am 6. März im Leipziger Zeitgeschichtlichen Forum stattfindende Preview des Films und interviewt weitere Zeitzeugen – unter anderem Konzertorganisator Gerald Ponesky – und Fans.

Der 7. März steht ganz im Zeichen des genau vor 30 Jahren stattgefundenen Kultevents. Ein Depeche Mode-Spezial bringt stündlich einen legendären Titel der Band und zeichnet in Beiträgen den damaligen Tagesablauf der Musiker nach.

Ab 20.00 Uhr spielt MDR JUMP das Abschlusskonzert der Tour, was die Band damals nach Berlin geführt hatte.

Auf Twitter rekonstruiert MDR JUMP am 7. März ganztägig ebenfalls noch einmal, was die Synthie-Popper vor 30 Jahren in Ost-Berlin ausgelöst haben. Auch die Social Media Kanäle von MDR JUMP auf Facebook, Youtube und Instagram begleiten das Ereignis und die Doku.

Historisches Fundstück und Multimediareportage bei meine-heimat.de

Unter www.mdr.de/meine-heimat finden die Nutzer eine Multimediareportage mit Bildern, Videos und einem wahrhaft historischen Fundstück komplett im Original: Ein fast 30-minütiger Amateurfilm über die Depeche Mode Fanklubs in der DDR von 1989 vom damaligen Jugendclubleiter aus Zwickau, Detlef Bergmann.

Beiträge und Gäste im MDR-Programm

Am 6. März ist Buchautor und Depeche-Mode-Experte Sascha Lange zu Gast bei “MDR um 4”. “MDR um 11”, “MDR um 2” sowie der MDR SACHSENSPIEGEL weisen ebenfalls auf die Dokumentation hin. Im Hörfunk machen MDR SACHSEN – Das Sachsenradio, MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir, MDR THÜRINGEN – Das Radio sowie MDR AKTUELL in Beiträgen undInterviews die Doku zum Thema.

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